Sieben Wochen ohne …

Sieben Wochen ohne – von Aschermittwoch bis Ostern fasten. Nicht jedes Jahr denke ich daran, oft zu spät. Dann ärgere ich mich, denn eigentlich finde ich die Aktion bzw. den Brauch toll und sinnvoll.

Dieses Jahr ist etwas anders. In diesem Jahr denke ich schon lange über die Fastenzeit nach, bereite mich regelrecht vor. Im Kopf aber auch ganz praktisch in der Küche.

Zunehmend mache ich mir Gedanken über meine Ernährung. Fleischlos essen wir schon lange, der Mann schon immer und das Kind auch. Aus irgendeinem Grund habe ich einen Widerwillen, dem Kind tierische Produkte – Fleisch sowieso – anzubieten. Wenn es möchte, darf es, aber anbieten fällt mir schwer. Zumindest, so lange es gestillt wird (und da scheint ein Ende nicht absehbar, aber das ist ein anderes Thema) und daher gar keinen Nutzen aus „fremder“ Milch zieht. Für mich selbst und meine Familie ist es mir wichtig, möglichst unverarbeitete und unbearbeitete Lebensmittel ins Haus und auf den Tisch zu lassen. Dazu gehört auch, dass ich unser Brot selbst backe und dass wir so gut wie täglich frisch und möglichst aus einzelnen Zutaten kochen (d. h. nicht mit fertigen Produkten) – einige wenige Ausnahmen gibt es. Auch wo wir unsere Lebensmittel kaufen, ist uns wichtig.

Zurück zum Fasten: Ich mache mir zunehmend Gedanken über Milchprodukte und Eier. Eier sind mir immer schon ein bisschen suspekt und Milch in ihrer unverarbeiteten Form finde ich seltsam, seit ich stille. Aber: Käse! Ich liebe Käse. Käse ist eigentlich Bestandteil von fast jeder Mahlzeit bei uns. Ob auf Brot oder als Feta-Parmesan-Mozzarella-whatever zum (auf dem) warmen Essen. Käse kann ich auf allem essen. Und mache es auch. Auch Schokoladeneis im Winter, Erdbeereis im Sommer (ja, ein gänzlich unverarbeitetes, regionales und vor allem gesundes Nahrungsmittel, hust hust …) hat es irgendwie in den letzten Jahren auf unseren mindestens wöchentlichen Speiseplan geschafft, naja, ich könnte ewig weitermachen, Milchprodukte und Eier waren bisher Standardnahrungsmittel bei uns.

Aber in diesem Jahr, so habe ich mir vorgenommen, will ich fasten. Tierische Produkte. Ich bin gespannt, wie es für mich funktioniert, denn tatsächlich ist Käse für mich ein so großer Nahrungsbestandteil, dass ich mir völlig neue Wege suchen muss. Das wird spannend. Und wie es danach weitergeht, werden wir sehen. Ich freue mich auf all die neuen Dinge, die ich kennen lerne.

Heute habe ich noch die letzten tierischen Produkte aus dem Kühschrank verbacken in eine Kringel-Eigenkreation mit Quark. Hat geschmeckt. Hatte aber irgendwie einen Beigeschmack.

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2 Gedanken zu “Sieben Wochen ohne …

  1. Das finde ich spannend und ein tolles Vorhaben! Und dein Wille-
    als Käseliebhaberin- ein wenig beneidenswert. Du schreibst, dass du dich in der Küche vorbereitest. Darf ich fragen wie und mit was?

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    1. Klar darfst du das 🙂
      Ach, indem ich in der letzten Zeit schon einige selbstgemachte Aufstriche ausprobiert habe, Zutaten besorgt für weitere (verschiedene Nüsse und Gewürze z. B.), unterschiedliche Getreidemilchsorten getestet, einen Vorrat angelegt und so weiter. Und mich natürlich belesen, denn ganz kopflos sollte man eine Ernährungsumstellung ja auch nicht angehen …

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